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Staedtepartnerschaft 15 Jahre 600 450 2Spatenstich für Naturparadies: freiwillige Ausgleichsfläche wird angelegt

[Montag - 27.04.2026]

In der vergangenen Woche hat die Stadt Nordenham mit einem symbolischen Spatenstich den offiziellen Startschuss für das Anlegen einer freiwilligen Ausgleichsfläche im Ortsteil Atens gegeben. Die rund 1,4 Hektar große Fläche liegt westlich der Friedeburgstraße auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Die Ausgleichsfläche steht im Zusammenhang mit der im Frühjahr 2024 durchgeführten Rodung im Bereich der Richtfeuerlinie Großensiel, die aus Gründen der Verkehrssicherung für die Schifffahrt erforderlich war und nun freiwillig kompensiert wird.

„Mit dieser Fläche setzen wir ein klares Zeichen für Natur- und Artenschutz – und wir halten damit ein Versprechen", betonte Bürgermeister Nils Siemen in seiner Begrüßung.

Naturnaher Lebensraum mit vielfältigen Strukturen

Ziel der Maßnahme ist die Entwicklung eines strukturreichen, naturnahen Lebensraums für Pflanzen und Tiere. Auf vergleichsweise engem Raum entstehen verschiedene Biotoptypen, die eine große Artenvielfalt fördern.

Geplant sind unter anderem:

  • Gehölzinseln mit heimischen Bäumen, Kleinbäumen und Vogelnährsträuchern 
  • artenreiche Marschenwiesen mit Kräutern und Gräsern wie Hahnenfuß, Klee oder Sauerampfer
  • flache Senken (Blänken) als Lebensraum für feuchtigkeitsliebende Pflanzen und Tiere
  • Erdhügel mit Sandkuppen sowie locker aufgeschichtete Steinwälle als Rückzugsorte für Insekten und Amphibien
  • Totholzbereiche aus Stämmen und Ästen als wertvolle Habitatstrukturen

Die Fläche wird bewusst extensiv gepflegt und der natürlichen Entwicklung überlassen. Ein Betreten ist nicht vorgesehen, damit sich die Natur ungestört entfalten kann.

Bürgerbeteiligung als Grundlage der Planung

Ein besonderer Schwerpunkt lag von Beginn an auf der Beteiligung der Öffentlichkeit. Im Rahmen eines Bürgerworkshops wurden gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz und Verbänden zahlreiche Ideen eingebracht, die in das Gesamtkonzept eingeflossen sind. Dieses wurde anschließend im Umweltausschuss beraten und beschlossen.

Start der Umsetzung vor Ort

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde nun der offizielle Start der Umsetzung vor Ort markiert. Dabei waren neben Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik auch Teilnehmende aus dem Bürgerworkshop sowie Vertreter des Naturschutzvereins, des NABU und des Butjadinger Fischereiverbands anwesend. Der städtische Grünflächenplaner Rainer Stoffers erläuterte die Maßnahme und die weitere Entwicklung der Fläche im Detail.

Vorbereitende Arbeiten und wie es weitergeht

Die Firma Garten- und Landschaftsbau Boekhoff hat die Erdarbeiten in den letzten Wochen abgeschlossen und dabei Erdhügel, Senken und Steinwälle als strukturreiche Landschaftselemente modelliert.

Im kommenden Schritt erfolgt im Herbst 2026 die Pflanzung der Bäume und Sträucher. Dieser Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, um Trockenstress in den Sommermonaten zu vermeiden und den Gehölzen optimale Anwuchsbedingungen zu bieten.

Nach der Pflanzung beginnt die weitere Entwicklung der Fläche. Zunächst stabilisieren sich die offenen Wiesen- und Kräuterbereiche, während sich Gehölze schrittweise etablieren. Durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Strukturen entsteht ein vielfältiges Biotopmosaik.

Mittelfristig entwickelt sich daraus innerhalb von etwa 15 bis 20 Jahren eine Baum-Strauch-Landschaft, in der sich Gehölzstrukturen zunehmend durchsetzen. Langfristig entsteht eine weitgehend sich selbst überlassene, naturnahe Fläche, die sich zu einem wertvollen Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

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