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Stadt nimmt Stellung zur Diskussion nach Social-Media-Beitrag

[Montag - 24.08.2026]

Bürgermeister Nils Siemen: „Persönliche Angriffe überschreiten eine klare Grenze“

Nach einem Facebook-Beitrag des Restaurants Mira zum Sicherheitskonzept und zur Absperrung während des Stadtfestes hat sich in den sozialen Medien eine intensive Diskussion entwickelt. Dabei wurden auch Mitglieder des Organisationsteams persönlich angegriffen und namentlich herabgewürdigt. Die Stadt Nordenham nimmt deshalb Stellung zu den Vorwürfen und zur weiteren Entwicklung der Debatte.

Bürgermeister Nils Siemen stellt sich ausdrücklich hinter die NMT-Mitarbeiterinnen und das städtische Organisationsteam von „Ahoi Nordenham – Mein Stadtfest“:

„Kritik an Entscheidungen der Stadt gehört zu einer lebendigen Demokratie. Sie ist wichtig und sie muss möglich sein. Was ich jedoch nicht akzeptiere, ist, wenn aus einer sachlichen Diskussion persönliche Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden.

Die NMT-Mitarbeiterinnen und das städtische Organisationsteam von ‚Ahoi Nordenham – Mein Stadtfest‘ haben monatelang mit großem Engagement daran gearbeitet, ein sicheres und attraktives Stadtfest für tausende Besucherinnen und Besucher auf die Beine zu stellen. Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich mit viel Herzblut für unsere Stadt einsetzen. Ihnen gilt meine volle Rückendeckung.

In den sozialen Medien sind in den vergangenen Tagen Mitglieder des Organisationsteams namentlich herabgewürdigt und persönlich angegriffen worden. Eine Mitarbeiterin von NMT wurde gestern zudem persönlich in der Innenstadt beschimpft.

Am selben Tag kam es zu einem weiteren Vorfall: Zwei Männer erschienen vor der Geschäftsstelle von Nordenham Marketing & Touristik und warfen NMT unter anderem vor, die Gastronomie kaputt zu machen und für Leerstände in der Innenstadt verantwortlich zu sein. Eine NMT-Mitarbeiterin fühlte sich durch das Auftreten der beiden Männer massiv bedroht. Erst nachdem sie ankündigte, die Polizei zu verständigen, verließen die Männer den Bereich vor der Geschäftsstelle.

Diese Form der Auseinandersetzung überschreitet für mich eine klare Grenze. Kritik an der Sache ist legitim – persönliche Herabsetzungen von Menschen sind es nicht.

Ich wünsche mir, dass wir wieder stärker miteinander statt übereinander sprechen. Gerade in den sozialen Medien brauchen wir mehr verbale Abrüstung und einen respektvollen Umgang miteinander. Nur so können unterschiedliche Interessen konstruktiv gelöst werden.

Die Stadt nimmt die geäußerten Anliegen des MIRA ernst. Deshalb hat die Verwaltungsspitze bereits am Freitag und Samstag persönliche Gespräche mit dem Betreiber geführt. Ein weiteres klärendes Gespräch im Rathaus ist bereits am Freitag vereinbart worden. Diesen direkten Dialog halte ich für den richtigen Weg.

Unser Stadtfest hat gezeigt, wie viel Gemeinschaft in Nordenham steckt. Lassen Sie uns diesen Zusammenhalt bewahren – auch dann, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.“

Zu den im Facebook-Beitrag erhobenen Vorwürfen stellt die Stadt klar:

Das Mira ist im Vorfeld des Stadtfestes über das Sicherheitskonzept und die für diesen Bereich vorgesehenen Maßnahmen informiert worden. Das Hotel am Markt hat die gleichen Informationen erhalten. Gesonderte Gespräche zu diesen Maßnahmen sind mit dem Hotel am Markt nicht geführt worden.

Bereits einige Tage vor dem Stadtfest war der Stadt zugetragen worden, dass auf Seiten des Mira Unzufriedenheit mit dem vorgesehenen Konzept besteht. Die Verwaltungsspitze hat daraufhin versucht, das Mira telefonisch zu erreichen, und eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen. Eine Rückmeldung erfolgte nicht.

Nach Veröffentlichung des Social-Media-Beitrags hat die Verwaltungsspitze noch am Freitagabend persönlich das Gespräch mit dem Betreiber gesucht und auch am Samstag erneut mit ihm gesprochen. Bereits am Freitag war man sich einig, ein gemeinsames klärendes Gespräch im Rathaus zu führen. Zur Terminabstimmung wurde gestern noch einmal Kontakt mit dem Mira aufgenommen.

Die Absperrung auf Höhe des Mira war keine gegen den Gastronomiebetrieb gerichtete Maßnahme, sondern Bestandteil des Sicherheitskonzeptes für das Stadtfest. In diesem Bereich befand sich die mobile Sanitätsstation der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Fläche davor muss im Ereignisfall für die medizinische Versorgung sowie als Arbeits- und Bereitstellungsfläche für Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig muss die Marktstraße als Feuerwehrzufahrt sowie als An- und Abfahrtsweg für Polizei, Feuerwehr, Sanitäts- und Rettungsdienst freigehalten werden. Deshalb wurde an dieser Stelle bewusst auf eine Öffnung des Bauzaunes verzichtet.

Uns ist bewusst, dass das Stadtfest in früheren Jahren nicht in diesem Umfang vom öffentlichen Verkehrsraum abgegrenzt war. Die Anforderungen an die Sicherheit von Großveranstaltungen und entsprechende Sicherheitskonzepte haben sich jedoch weiterentwickelt. Als Veranstalterin trägt die Stadt die Verantwortung, diesen Anforderungen Rechnung zu tragen.

Weitere Beschwerden von Gastronomen oder Geschäftsleuten wegen der Einzäunung oder einer angeblichen Ausgrenzung sind bei der Stadt nicht eingegangen.

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