Peterleeplatz wird umgebaut
Peterleeplatz wird umgebaut
Fläche soll für Straßencafé genutzt werden – Amberbäume ersetzen die Kugelakazien
Nordenham. Die Fußgängerzone wird weiter umgekrempelt. Noch in diesem Jahr soll der Peterleeplatz eine völlig neue Gestalt bekommen. Zudem werden die Akazienbäume durch Amberbäume ersetzt. Die haben einen höheren Kronenansatz als die Kugelakazien. Die Stadt stellt Geld für diese Planung bereit, obwohl sie kräftig sparen muss.
Von Christoph Heilscher
Den Stadtrat und die Stadtverwaltung drängt es, in der Fußgängerzone einiges zu verändern. Bereits vor Monaten hat die Stadt etliche Poller entfernt. Entrümpeln heißt das Stichwort. "Eine vollgestellte Fußgängerzone passt nicht mehr in die Zeit", meint Baudezernent Peter Kania, der darin den Zeitgeist der 1980er Jahre sieht. In vielen deutschen Innenstädten werde die Möblierung aus diesen Jahren weggeräumt, erläutert er.

Poller und Seezeichen prägten die Fußgängerzone immerhin über 25 Jahre. Jetzt sollen Amberbäume und Blumenampeln dafür sorgen, dass sich die Passanten im Fußgängerbereich wohl fühlen. Die ersten Blumenampeln sind in der Innenstadt bereits aufgehängt worden. Außer in der Fußgängerzone sollen sie auch in der Bahnhofstraße die Blicke auf sich ziehen.
Die nordamerikanischen Amberbäume sollen noch 2010 gepflanzt werden. Das Laub dieser Bäume verfärbt sich im Herbst dunkelrot. Durch die Erweiterung des Wurzelraums will die Stadt dafür sorgen, dass den Amberbäumen ein längeres Leben beschert wird, als es derzeit den Kugelakazien vergönnt ist. "Die müssen wir ungefähr alle fünf Jahre auswechseln", sagt Peter Kania.
Auch noch in diesem Jahr soll der Peterleeplatz ein neues Gesicht bekommen. Die Einfassung, die aus dem Platz ein kleines Forum formt, wird verschwinden. Der Platz wird angehoben und auf ein Höhenniveau mit der Umgebung gebracht.
Anregung der Anwohner
Die Anregung dazu komme insbesondere von den Anwohnern, sagt Peter Kania. Die
empfänden die derzeitige Konstruktion als Barriere. Der neue Platz soll von
einigen Bäumen eingefasst werden. Am Rand sollen Bänke mit einer ähnlichen
Gestaltung wie die Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz aufgestellt werden. Die
Stadtverwaltung hat mit einer Bäckerei und dem Weinhandel in der Umgebung
besprochen, dass auf dem Platz auch Kaffee und Kuchen angeboten und abends ein
Schoppen Wein gereicht wird.
Darüber hinaus sollen Wasserspiele die Fußgängerzone bereichern und eine Attraktion vor allem für Kinder sein. Der Stadtverwaltung ist klar, dass bauliche Maßnahmen allein das Problem der oftmals geringen Nutzung des Fußgängerbereiches nicht lösen können. "Aber wir können helfen, die Aufenthaltsqualität zu verbessern", hofft Peter Kania. Für die vom Bauausschuss beschlossenen Maßnahmen stellt die Stadt 250 000 Euro zur Verfügung.

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 18.06.2010








