Fördermittel für Umfeld Bahnhof

Fördermittel für Umfeld des Bahnhofs

Landesnahverkehrsgesellschaft übernimmt 75 Prozent der Gesamtkosten – Erster Schritt: Buswendeplatz an der Deichgräfenstraße

Nordenham. Die Stadt Nordenham bekommt von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Geld für den Umbau des Bahnhofsumfeldes. Das hat gestern der Landtagsabgeordnete Björn Thümler mitgeteilt.

Nach Informationen des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Landtagsfraktion fördert die Landesnahverkehrsgesellschaft die geplante Umgestaltung mit 75 Prozent der Gesamtinvestitionssumme, die sich auf rund 1,6 Millionen Euro beläuft. Sabine Walther von der Stadtverwaltung, die den Antrag an die LNVG formuliert hatte, zeigte sich gestern überrascht von dieser Nachricht. Im Rathaus sei bislang kein Bescheid eingegangen, sagte sie.

Taxis auf der Deichdrift – nicht gern gesehen. Im Zuge der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sollen neue Stellplätze entstehen. Foto: gl

Auch Hendrik Guttropf, zuständiger Sachbearbeiter bei der LNVG in Hannover, hatte gestern noch keine Information darüber, dass Nordenham in das Förderprogramm aufgenommen wurde. Das heiße aber nicht, dass die Nachricht Björn Thümlers falsch ist. Entschieden wird über die Anträge in letzter Instanz im Niedersächischen Wirtschaftsministerium. Und es komme oft vor, dass Abgeordnete ihre Kontakte nutzen, um noch vor der LNVG zu erfahren, ob Städte Geld bekommen oder nicht. Zudem, so Hendrik Guttropf, habe es bereits ein klares Signal aus dem Wirtschaftsministerium gegeben, dass das in Nordenham geplante Projekt befürwortet wird.

Von dem Geld sollen laut Sabine Walther im ersten Schritt noch in diesem Jahr ein Buswendeplatz und ein Park-and-Ride-Parkplatz für Bahn-Pendler auf dem Grundstück
gegenüber dem Wesertor gebaut werden, auf dem zurzeit noch ein Gebrauchtwagenhandel untergebracht ist. Die Stadt hat das Areal bereits aufgekauft.

Wie es danach weitergeht, steht nach Auskunft von Sabine Walther im Detail noch nicht fest. Gegenüber dem Bahnhof soll die Bushaltestelle erheblich erweitert werden. Zudem gibt es Pläne, die Gebäudezeile unterm Bahnhof abzureißen. Hier könnten eine Bike-and-Ride-Station und eine neue Toilettenanlage entstehen. Und lösen will die Stadt auch endlich das Problem der fehlenden Taxistände am Bahnhof. Die Taxifahrer warten auf der Deichdrift auf ihre Kunden, und das ist nicht im Sinne der Stadt.

Geklärt werden muss laut Sabine Walther im Zuge der Detailplanung unter anderem noch, ob bestimmte Maßnahmen aus den LNVG-Mitteln oder aus der Förderung
für die City-Süd-Sanierung finanziert werden. In der Politik war das gesamte Paket nicht auf ungeteilte Gegenliebe gestoßen. Die WIN-Fraktion hatte Zweifel angemeldet, dass der 682000 Euro teure Buswendeplatz und P+R-Parkplatz wirklich notwendig sind. (gl)

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 09.01.2010

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