Industrie in Blexen

Saubere Industrie für Blexen

Stadt plant eine Verbindung zwischen der Titanstraße und der Straße An der alten Schanze

Blexen. Die Stadt Nordenham stellt die Weichen für eine weitere Industrialisierung Blexens. Bei einer Bürgerversammlung am Montagabend äußerten die Vertreter der Dorfgemeinschaft ihre Zustimmung zu den Plänen der Stadt.

Das Gelände der Gutehoffnungshütte, der Bereich nördlich davon, die Rennwiese und der Streifen zwischen Kronos Titan und Kleingartengelände als Industrie- beziehungsweise Gewerbegebiet ausgewiesen. Zurzeit laufen die Bebauungsplanverfahren. „Wir wollen in den Startlöchern stehen, wenn entsprechende Anfragen kommen“, machte Bürgermeister Hans Francksen in Blexen deutlich.

Denn die Aufstellung der erforderlichen Bebauungspläne dauert rund ein Jahr. Fehlen diese planungsrechtlichen Voraussetzungen, kann das bereits das entscheidende K.o.-Kriterium sein, wenn ein Unternehmen einen Standort sucht.

Hans Francksen ist zuversichtlich, dass weitere konkrete Anfragen kommen werden. Die Stadt setzt auf den Boom in der Windkraftindustrie, der für Blexen bereits Früchte trägt. Auf dem ehemalige Zollhundeplatz nördlich des GHH-Areals wird die Firma Mitwind eine Montagehalle errichten und dort im kommenden Jahr mit der Produktion von Windkraftanlagen beginnen.

Die schraffierte Linie zeigt das geplante neue Industrie- und Gewerbegebiet in Blexen. Für die Ansiedlung von Betrieben der maritimen Wirtschaft und der Windenergiebranche steht auch das ehemalige GHH-Gelände zur Verfügung. Der gelb markierte Bereich zeigt den Standort des geplanten großen Lebensmittelmarktes an der Fährstraße.

Lärmkontingent

Auf die bange Frage von Bürgern, ob die neue Industrie denn sauber sein werde, gab Hans Francksen ein klares Ja. Die Stadt möchte in Blexen Firmen der Windenergie und der maritimen Wirtschaft ansiedeln. Auch mit einer Lärmbelästigung sei nicht zu rechnen, führten die Vertreter der Stadtverwaltung aus. Zum einen seien zwischen den geplanten Gewerbeflächen und der Wohnbebauung Puffer aus Grünanlagen geplant, zum zweiten sei das zulässige Lärmkontingent durch Kronos Titan weitgehend ausgeschöpft.

Der Bebauungsplan für das neue Industrie- und Gewerbegebiet auf der Rennwiese, zwischen Kronos und Kleingartengelände und nördlich des GHH-Geländes umfasst 35 Hektar. Für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen ist die Hälfte. Der Rest sind Grünflächen. Hinzu kommen rund 15 Hektar künftiges Industrieareal auf dem GHH-Gelände.

Die Stadt will die neuen Betriebe mit einer Straße an den RoRo-Anleger in Einswarden anbinden. Bei der Versammlung tauchte die Frage auf, warum denn nicht bei dem GHH-Areal ein Anleger gebaut werde. Der Bürgermeister gab die Antwort: Während das Wasser vor dem GHH-Gelände nur 4,50 Meter tief ist, sind es beim RoRo-Anleger 13 Meter.

Zukunftsmusik

Eine weitere Straße soll von der Titanstraße über die Rennwiese zur Alten Schanze führen. Diese Straße soll nicht nur den neuen Betrieben dienen, sondern auch den alteingesessenen Unternehmen, die An der alten Schanze ihren Sitz haben und bislang den gesamten Transport durchs Dorf abwickeln.

Die Straßenprojekte sind allerdings noch Zukunftsmusik. Die Stadt bereitet die Anträge auf Zuschüsse vor, um bei Bedarf schnell handeln zu können. Die derzeitige angespannte Haushaltslage der Stadt gibt es nicht her, erst einmal die Straßen zu bauen und dann zu schauen, was passiert. (hei)

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 02.12.2009

Technologiezentrum

Startup4Job

IHK-Arbeitshilfe für Schulabgänger
Alles über Berufswahl, erfolgreiche Bewerbungen und Vorstellungsgespräche

 

Beratungsbüro für Jugendliche und Erwachsene zum Thema Ausbildung

Quartiesinitiative Niedersachsen<img src=


Sanierungsprogramm City Süd<img src=


Sitelinks: