Innenstadtimmobilie zur Zwangsversteigerung

Investor bietet 160 000 Euro

Zwangsversteigerung von Wohn- und Geschäftshaus – Firma aus Gronau legt einziges Angebot vor

Nordenham (alt). 160 000 Euro – das ist das Angebot, das die Firma Koenders & Petermann GbR aus Gronau für das Haus Friedrich-Ebert-Straße 21 unterbreitet hat. Gestern war der erste Zwangsversteigerungstermin. Weitere Angebote sind nicht eingegangen. Ob Koenders & Petermann GbR den Zuschlag bekommen, klärt sich am 9. Oktober.

Falls das Haus in den Besitz der Firma übergeht, will Franz Koenders das Gebäude mit einer Wohnung und zwei Ladenlokalen renovieren und dann wieder vermieten. Zurzeit ist die Wohnung noch bewohnt. Mit einem Besitzerwechsel würde hier das Wohnrecht erlöschen.

Die beiden Ladenlokale im Haus Friedrich-Ebert-Straße 21 stehen leer. Mittlerweile hat auch die Buchhandlung Grüttefien geschlossen. Beim ersten Termin für die Zwangsversteigerung ist ein Angebot von 160000 Euro von einer Firma aus Gronau eingegangen. Ob sie den Zuschlag bekommt, entscheidet sich am 9. Oktober.

In einem der beiden Ladenlokale war bis vor kurzem die Vareler Buchhandlung Grüttefien untergebracht. Da die Verkaufsfläche mit 150 Quadratmetern zu gering ist, hat sich das Unternehmen aus Nordenham zurückgezogen.

30 Minuten dauert stets die Frist, in der Gebote für das Gebäude abgegeben werden können. Erst nach 15 Minuten trat Franz Koenders zur Vorsitzenden des Verfahrens und unterbreitete sein Angebot. Die restlichen 15 Minuten zogen sich dann hin, denn einen zweiten Bieter gab es auch nach mehrmaligen Aufforderungen nicht.

Das Zwangsversteigerungsverfahren für das 430 Quadratmeter große Gebäude ist angestrebt worden von der Euro Hypo Aktiengesellschaft aus Eschborn und der Iduna Vereinigte Lebensversicherung aus Hamburg. Der Wert des Hauses wurde von einem Gutachter auf 290 500 Euro geschätzt. Da bei dem ersten Termin zur Zwangsversteigerung immer die sogenannte Fünf-Zehntel-Grenze gilt, liegt das Mindestgebot hier bei 145 250 Euro. Koenders & Petermann GbR liegen mit ihrem Gebot deutlich über dem Mindestangebot.

Bis zum 9. Oktober haben jetzt die beiden Gläubiger die Möglichkeit, das Angebot anzunehmen oder nicht. Falls sie es nicht annehmen, kommt es zu einem zweiten Zwangsversteigerungstermin. Dann entfällt allerdings die Fünf-Zehntel-Grenze und das Angebot für das Gebäude kann auch unter 145 250 Euro liegen.

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 01.10.2009

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