Werftansiedlung in Friedrich-August-Hütte
Stadtrat will die Werftansiedlung in FAH
Grundsatzbeschluss gefasst – Wichtiges Signal für Bremerhavener Dock GmbH
Es wurden auch schon einige Voruntersuchungen vorgenommen. Auf der Reparaturwerft sollen 80 Arbeitsplätze entstehen.
von Norbert Hartfil
FRIEDRICH-AUGUST-HÜTTE – Fast ein Jahr nach Aufnahme der Gespräche
sind die Vorplanungen für eine Schiffsreparaturwerft in Friedrich-August-Hütte
jetzt an einem wichtigen Meilenstein angekommen. In einer gemeinsamen Sitzung
haben die Stadtratsausschüsse für Bauen und Umwelt sowie für Wirtschaft mit
einem Grundsatzbeschluss ihre Zustimmung für die Ansiedlung der Werft gegeben.
Dabei handelt es sich um die Bremerhavener Dock GmbH (Bredo).
Für große Schiffe Mit dem einmütigen Meinungsbild haben die Ratsausschüsse gegenüber der Bredo ein klares Signal gesetzt, dass die Werftbetreiber auf dieser Weserseite willkommen sind. Vorgesehen ist, ein Schwimmdock am Uferbereich zwischen Premium Aerotec und dem ehemaligen Guano-Anleger einzurichten. Das Dock soll vor allem auf die neue Generation der Panmax-Schiffsklasse ausgelegt werden. Denn für Schiffe dieser Größe sind Reparatur- und Wartungsplätze dünn gesät. Der Begriff Panmax wird für Schiffe verwendet, die in ihrer Breite gerade noch durch die Schleusen des Panama-Kanals passen.
Die Bredo hat bereits einige Voruntersuchungen an dem ins Auge gefassten Standort in FAH vornehmen lassen. Über den Stand der Dinge informierte die Geschäftsführung des Bremerhavener Unternehmens die Ratsmitglieder in einer interfraktionellen Sitzung. Der große Pluspunkt des Liegeplatzes auf der Nordenhamer Weserseite ist die Wassertiefe von 13 Metern.
Marktlücke im Visier
Solche Tiefenverhältnisse haben Seltenheitswert und sind Voraussetzung für die Ansiedlung eines Docks, das Ozeanriesen mit über 300 Metern Länge aufnehmen kann. Das Reparaturgeschäft für Schiffe dieser Größenordnung gilt in der Werftenbranche als eine Marktlücke.
Die Bredo stellt für die Werft in FAH die Schaffung von rund 80 Arbeitsplätzen in Aussicht. Zudem ist im Gespräch, dass etwa 120 weitere Jobs in Zulieferbetrieben entstehen könnten.
Die Bredo GmbH, die in den 90er Jahren aus dem Reparaturbetrieb der Schichau-Seebeck-Werft hervorgegangen ist, unterhält in Bremerhaven zurzeit vier Schwimmdocks mit Längen von 116 bis 120 Metern. Neben Instandhaltungs-und Reparaturarbeiten ist der Betrieb auf Schiffsverlängerungen und -umbauten spezialisiert.
Copyright: Nordwest Zeitung, 28.08.2009
BREDO-Werft will Großdock betreibenDie Bremerhavener BREDO-Werft will in drei Jahren ein neues Großdock betreiben.Der Liegeplatz des 360 Meter langen und knapp 60 Meter breiten Schwimmdocks soll in Nordenham sein. Statt 80 Millionen Euro wird das Dock jetzt in der Wirtschaftskrise nur etwa die Hälfte kosten. An der Finanzierung beteiligen sich verschiedene Reeder. Videobeitrag hier anzuschauen. Copyright: buten un binnen Magazin | RB TV, 31.08.2009 |









