GHH-Gelände soll bebaut werden
GHH-Gelände soll bebaut werden
Stadtrat stellt Bebauungsplan auf - Für vorbereitende Untersuchungen gibt es Geld aus EU-Programm
Blexen (hei). Die Stadt Nordenham stellt die Weichen für die Ansiedlung von Unternehmen der maritimen Wirtschaft auf dem GHH-Gelände. Einstimmig hat der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplans auf der früheren Dockbaufläche und dem nördlich angrenzenden Bereich gefasst. Insgesamt umfasst das Areal rund 16 Hektar.
Die Windanlagenhersteller haben durch die großen Offshore-Projekte derzeit kräftig Rückenwind. In Bremerhaven sind in den vergangenen Jahren rund 750 Arbeitsplätze im Bereich Windkraft entstanden. Cuxhaven hat vor wenigen Tagen einen Hafen zur Verschiffung von Offshore-Windanlagen in Betrieb genommen. Auch der Bau der neuen Fabrik der Norddeutschen Seekabelwerke zur Fertigung von Energieeseekabeln passt in diesen Rahmen. „Die Nachfrage der maritimen Wirtschaft ist groß“, sagt Nordenhams Bürgermeister Hans Francksen.
Um die Voraussetzungen für die Ansiedlung neuer Unternehmen im Bereich Offshore zu schaffen, hat der Stadtrat nicht nur den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan für das GHH-Gelände aufzustellen, sondern auch der Beteiligung der Stadt an dem EU-Programm Interreg IV B zugestimmt. Für Nordenham hat das Programm ein Finanzvolumen von 444 000 Euro. Die Hälfte zahlt die EU, die andere Hälfte die Stadt. Zwei Projekte sollen damit realisiert werden: Voraussetzungen für die Ansiedlung von Offshore-Betrieben in Blexen zu schaffen; am Strandbad den Schlick zu entfernen und durch Sand zu ersetzen.

Gute Chancen
Hans Francksen sieht gute Chancen für eine Industrieansiedlung auf dem GHH-Gelände. Zum einen liegen bei der Stadt mehrere Anfragen vor. Zum anderen habe Nordenham den Riesenvorteil, eine Lage am seeschifftiefen Wasser zu bieten. Zwar ist die Weser unmittelbar vor dem ehemaligen Dockbauplatz nur etwa fünf Meter tief, doch bei dem einige hundert Meter weiter südlich gelegenen Blexer Midgard-Anleger sind es schon 13 Meter. Deshalb soll außendeichs vom Midgard-Anleger zum GHH-Gelände eine Straße gebaut werden.
Das GHH-Gelände gehört zwar nicht der Stadt, doch darin sieht Hans Francksen kein Problem. Die zum MAN-Konzern gehörende Nachfolgegesellschaft sei grundsätzlich verkaufsbereit, sagt der Bürgermeister.
Copyright by Kreiszeitung Wesermarsch, 28.03.2009








