InnenStadt.AußenKunst.
Ein Meer aus bunten Leinwänden
Riesenkunstwerk schmückt den Nordenhamer Marktplatz – Gelungener Abschluss des Kulturprojekts "InnenStadt.AußenKunst"
Nordenham (alt). Mit großen Augen schaut Leon zu, wie die Gondel am Kran über dem Nordenhamer Marktplatz schwebt. "Boah, ist das hoch", ruft er. Zusammen mit seiner Familie steigt er ein und hat in einer Höhe von 34 Metern einen wunderbaren Blick auf den Marktplatz. Dort liegen die 1485 Leinwände, die einzeln bemalt, ein Riesenkunstwerk ergeben – den Höhepunkt des Kuturprojektes "InnenStadt.AußenKunst."

City-Managerin Ilona Tetzlaff und ihr Team hatten gestern morgen einiges zu tun. 1485 Leinwände müssen zu einem Gesamtkunstwerk auf dem Marktplatz gelegt werden. Eigentlich nicht so schwer, doch der Wind, der in Böen über den Platz fegt, erschwert die Arbeit. Immer wieder bläst er unter die viereckigen bunten Bilder und weht sie von ihrem Platz. Doch Ilona Tetzlaff und ihre Kollegen geben nicht auf: Pünktlich um 13 Uhr liegt das Riesenbild nach der Vorlage von Schülerin Kim Koptein aus Abbehausen.
Große Luftkissenrutsche
Den perfekten Blick auf das Kunstwerk gibt es gratis dazu. Am Rande des Marktplatzes befördert ein Kran eine Gondel in 34 Meter Höhe. Erst von da oben kann man das ganze Bild erkennen, das Häuser und Bäume zeigt.
Ebenfalls auf dem Marktplatz steht eine große Luftkissenrutsche. Schnell die Schuhe ausziehen und dann geht es die Treppe hoch, um auf dem Hinterteil, dem Rücken oder dem Bauch herunterzurutschen. Nebenan können die kleinen Besucher Bungeejump ausprobieren, während die Eltern durch die geöffneten Geschäfte in Innenstadt schlendern oder mit dem ein oder anderen auf der Straße klönen. Der große verkaufsoffene Sonntag ist gleichzeitig auch der Abschluss der Kunst- & Kulturwoche "InnenStadt.AußenKunst". Doch in den Geschäften können nicht nur die neuste Mode oder das angesagteste Spielzeug angeguckt werden. Wer genau nachgeguckt, findet in einzelnen Läden auch noch Künstler bei der Arbeit.
In der Buchhandlung Kiekinnewelt hat die Oldenburger Künstlerin Antje Kampmann ihre Staffelei aufgebaut. Sie malt Acrylbilder. Die Kunden im Geschäft können ihr dabei über die Schulter schauen und Fragen stellen.

Bodenbild aus Sand
Auch im Spielwarengeschäft Holly’s Spiel- und Babywelt kann ein Künstler beobachtet werden. Roland Bonnet fertigt ein Bodenbild aus Sand an. Ihren Ursprung haben die Bilder bei den Wüstenvölkern. Dort werden sie aus Erdpigmenten und natürlichen Materialen hergestellt, in Holz eingeritzt, in Sand gezeichnet oder auf den menschlichen Körper gemalt. Mit Pinseln und Spateln geht der Künstler ans Werk, denn er hat nur fünf Stunden Zeit sein Bild fertig zu stellen.
Etwas schneller sind die Teilnehmer des Ytong-Workshops. In der Kreativ-Werkstatt im ehemaligen Ladenlokal Schönbeck raspeln und sägen sie an den Ytong-Steinen. Nach kurzer Zeit entstehen so Herzen, Ritterburgen und Gesichter.
Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 14.09.2009






