Straßenbeleuchtung wird erneuert

Leuchtdioden weisen den Weg

LEDs stecken inzwischen auch in Ampeln und in einigen Straßenlaternen – Stadt spart Energiekosten

LEDs statt Leuchtstoffröhren: eines der neuen Verkehrsschilder an der Kreuzung Bahnhofstraße, Hansingstraße und Fußgängerzone. Foto: glNordenham. Die Stadt Nordenham setzt weiter konsequent auf Energieeinsparung. Für alle Autofahrer sind dafür drei neue Leuchtschilder an der Kreuzung Bahnhofstraße, Hansingstraße und Friedrich-Ebert-Straße ein sichtbares Zeichen. Lieferanten bekommen jetzt von LED-Leuchten angezeigt, wann sie in die Fußgängerzone fahren dürfen und wann nicht.

Morgens von 7 bis 10 Uhr und abends von 18 bis 19.30 Uhr dürfen Lieferfahrzeuge die Fußgängerzone passieren. Kenntlich gemacht wird das durch entsprechende Pfeile auf Schildern an den beiden Seiten der Bahnhofstraße und an der Hansingstraße, die zu den entsprechenden Zeiten leuchten.

Bislang hatte die Stadt Schilder mit Leuchtstoffröhren eingesetzt, bei denen nun aber die Automatik den Geist aufgegeben hatte. Also musste Ersatz her. Die Verkehrszeichen waren mit Leuchtstoffröhren gar nicht mehr erhältlich. Aber selbst wenn, wären sie vermutlich nicht die erste Wahl gewesen. Denn die Stadt setzt mehr und mehr auf Leuchtioden (LED) die deutlich weniger Energie verbrauchen.

Ein Nachteil ist, dass die LEDs auch erheblich teurer sind als die herkömmlichen Leuchtmittel. Die höhere Ausgabe amortisiert sich jedoch durch die Energieeinsparung. Zudem haben die LEDs eine wesentlich höhere Lebensdauer, müssen also nicht so häufig ausgetauscht werden.

Im Fall der drei neuen Schilder an der Kreuzung Bahnhofstraße, Hansingstraße und Fußgängerzone, die mit insgesamt 11 000 Euro zu Buche schlagen, hat die Stadt die Mehrkosten nach Auskunft von Hergen Hadeler von der Straßenverkehrsbehörde nach sechs Jahren wieder raus.

Die drei Leuchtschilder werden die einzigen in Nordenham bleiben, weil es dafür andernorts im Stadtgebiet keinen Bedarf gibt. Das Thema LEDs ist damit aber keineswegs abgehakt. Die Stadt betreibt bereits zahlreiche Ampeln mit Leuchtdioden und spart dabei 90 Prozent Energie ein. Das macht sich in der Kasse bemerkbar: Mussten bislang für die Ampelanlagen 17 000 Euro an Energiekosten pro Jahr aufgebracht werden, sind es laut Jürgen Hülsebusch, Chefelektriker des städtischen Bauhofs, inzwischen nur noch 2000 Euro.

Großes Potenzial

Ein noch größeres Einsparpotenzial steckt in der Straßenbeleuchtung. Ließen sich alle rund 4000 Straßenlaternen im Stadtgebiet von herkömmlichen Leuchtmitteln auf LEDs umrüsten, würde die Stadt jährlich 100 000 Euro sparen. Allerdings ist das nur eine theoretische Größe. Denn bislang können LEDs nur an Wohnstraßen eingesetzt werden. Weil sie nicht genügend Leistung abwerfen, sind sie laut Jürgen Hülsebusch nicht geeignet, um Hauptverkehrsstraßen auszuleuchten.

Bislang gibt es in Nordenham nur vier Straßenlaternen, in denen LEDs leuchten: drei an der Wilhelmstraße und eine an der Bernhardstraße. Jürgen Hülsebusch rechnet aber bereits, wie sich weitere LED-Lampen finanzieren ließen. Dabei ist neben dem Energiespar-Effekt die Langlebigkeit ein weiteres Argument: Herkömmliche Leuchtmittel halten 16 000 Betriebsstunden durch – vier Jahre. Bei Leuchtdioden sind es 50 000 Stunden. Das entspricht zwölf Jahren. (gl)

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 16.12.2009

 

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