Müllgebühren steigen nur gering

Müllgebühren fast stabil

Abfallwirtschaft plant Anhebung von unter 1 Prozent – Im Jahr 2011 steigen Gebühren stärker

Wesermarsch. Die Müllgebühren sollen in der Wesermarsch im kommenden Jahr nur geringfügig steigen. Das geht aus der Vorlage der Abfallwirtschaft für die Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses Abfallwirtschaft des Kreistages am kommenden Dienstag hervor. Für 2011 kündigt sich allerdings eine spürbare Erhebung der Gebühren an.

Die Wesermarsch gehört aufgrund ihres aufwendigen und besonders umweltfreundlichen Systems der Abfallentsorgung zwar zu den Kommunen mit den höchsten Entsorgungsgebühren in Niedersachsen, in den beiden vergangenen Jahren waren die Gebühren allerdings rückläufig.

Nachdem die Müllgebühren in den beiden vergangenen Jahren gesunken waren, werden sie im kommenden Jahr wieder leicht steigen. Grafik: Ede

Günstiger als 2003

Für das kommende Jahr schlägt die Abfallwirtschaft eine Erhöhung um bis zu 0,9 Prozent vor. Aufgrund von Kostensteigerungen bei verschiedenen Positionen sei die Anhebung erforderlich, sagt Rainer Penning, Chef der Abfallwirtschaft in der Wesermarsch.

Ein Vier-Personen-Haushalt, der neben der Restabfalltonne die Biotonne nutzt, wird im kommenden Jahr durchschnittlich 230,66 Euro zahlen. Im laufenden Jahr sind es 229,72 Euro. Die Gebühr steigt um 94 Cent. Ein Vier-Personen-Haushalt, der nur die Restabfalltonne nutzt, zahlt durchschnittlich 167,66 Euro statt 166,72 Euro, also ebenfalls 94 Cent mehr. Das liegt um durchschnittlich 26 Euro unter der Gebühr im Jahr 2003.

Ab dem Jahr 2011 erwartet die Abfallwirtschaft allerdings wieder stärker steigende Gebühren. Das hängt zusammen mit der Rekultivierung der Hausmülldeponie in Galing, die derzeit läuft. Die Kosten für die Deponiesanierung werden über den Gebührenhaushalt des Landkreises umgelegt und über einen Zeitraum von 30 Jahren finanziert.

Die Sanierungskosten belaufen sich auf 5,2 Millionen Euro. Die Sanierung soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Die Deponie war bereits 1986 geschlossen und danach nur notdürftig mit Erde bedeckt worden. Der Landkreis wollte das Geld für die Rekultivierung zunächst sparen. Doch nach gut 20 Jahren mochten die Aufsichtsbehörden das nicht mehr akzeptieren und drängten den Kreis, endlich aktiv zu werden.

Die Einzelgebühren bleiben mit Ausnahme der Restabfallgebühr im kommenden Jahr stabil. Die Tarife im Einzelnen:

  • Biotonne: 80 Liter 63 Euro im Jahr, 120 Liter 94,50 Euro, 240 Liter 189 Euro. Ein Beistellsack kostet 3,50 Euro
  • Gartenabfall: bis 0,5 Kubikmeter 1 Euro, je angefangenen weiteren halben Kubikmeter 5 Euro, eine Tonne 60 Euro
  • Sperrmüll: pauschal 50 Euro
  • Kleinmengen Restabfälle: pauschal 15 Euro.

Die Nutzung der Papiertonne bleibt kostenlos. (hei)

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 12.11.2009

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