Energiegenossenschaft gegründet

Mit Ökostrom Rendite erwirtschaften

Energiegenossenschaft aus der Taufe gehoben

Nordenham (gl). Zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern hat gestern die Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham die Energiegenossenschaft Klimahalbinsel Butjadingen aus der Taufe gehoben. Anders als geplant, sitzt die Stadt Nordenham nicht mit im Boot. Sie unterstützt das Projekt jedoch und stellt auch das erste Dach zur Verfügung, auf dem die Genossenschaft eine Photovoltaik-Anlage installieren wird.

Die Genossenschaft hat sich das Ziel gesetzt, in der Region regenerative Energien zu fördern. Dabei soll natürlich auch eine Rendite erzielt werden. Ursprünglich hatte die Raiba, von der die Initiative für die Genossenschaft ausgeht, als einen Mit-Gesellschafter die Stadt Nordenham gewinnen wollen. Die hatte daran durchaus Interesse gezeigt und durch einen Beschluss im Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats auch bereits die politischen Weichen gestellt. Bevor der Rat selbst entscheiden konnte, legte jedoch das Niedersächsische Innenministerium als letztinstanzliche Genehmigungsbehörde der Stadt sein Veto ein.

Bürgermeister Hans Francksen (3. von rechts) sagten den Mitgliedern der neuen Genossenschaft seine Unterstützung zu.

Vier Gründungsmitglieder

Somit sind es jetzt nur vier Gesellschafter, die als Gründungsmitglieder der Genossenschaft in Erscheinung treten. Neben der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham gehören die Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen, die gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft und die Raiffeisen-Warengenossenschaft Butjadingen-Seefeld dazu.

Den Vorstand der neuen Genossenschaft bilden als gleichberechtigte Vorsitzende Marco Schnakenberg von der Raiba Nordenham sowie sein Abbehauser Kollege Frerk Allmers-Plump. Den Aufsichtsrat bilden als Vorsitzender Peter Beck (Raiba Abbehausen), als dessen Stellvertreter Lars Kühne (Raiba Varel-Nordenham) sowie als weitere Mitglieder Peter Cordes von der GNSG und Hans-Dierk Bremermann von der RWG.

Jedes Gründungsmitglied hat in die Genossenschaft 10 000 Euro eingebracht, so dass 40 000 Euro das Startkapital bilden. Mit dieser Summe lässt sich noch kein Staat machen. Deshalb will die Raiba in Kürze zu einer Informationsveranstaltung einladen, um weitere Anteilseigner zu gewinnen. Das dürfte nicht schwierig werden, denn es haben schon fast 50 Privatbürger vorgesprochen, die Interesse daran haben, Anteile zu erwerben. Die Mindesteinlage beträgt 1000 Euro. Nach oben gibt es keine Grenze.

Den Interessenten, die bislang auf der Liste stehen, geht es nach Auskunft der Raiba-Vertreter vielfach nicht nur darum, ihr Erspartes gut anzulegen und die Rendite zu einzustreichen, die die Genossenschaft regelmäßig ausschütten wird. Sie unterstützen auch den ökologischen Gedanken, der hinter der Energiegenossenschaft steht. Die erste Photovoltaikanlage soll auf dem Dach der Feuerwache in FAH entstehen, 74 Kilowattstunden liefern und noch dieses Jahr ans Netz gehen.

Wer sich für die Energiegenossenschaft Klimahalbinsel interessiert, kann sich an Marco Schnakenberg ( 0 47 31/94 95 33) in Nordenham oder Lars Kühne ( 0 44 51/1 54 49) in Varel wenden.

Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 11.08.2009

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