Hospizhilfe Nordenham
Koordinatorin ist die erste Anlaufstelle
Waltraud Tode erste hauptamtliche Mitarbeiterin bei der Hospizhilfe
Nordenham (gl). Seit elf Jahren gibt es den Verein Hospizhilfe Nordenham. 15 Ehrenamtliche begleiten Sterbende und kümmern sich um deren Angehörige. Erstmals hat der Verein jetzt auch eine hauptamtliche Mitarbeiterin. Waltraud Tode ist seit Anfang des Monats als Koordinatorin bei der Hospizhilfe tätig.
Waltraud Tode war bislang als Pflegedienstleiterin bei der Sozialstation tätig, wollte sich beruflich aber umorientieren und sieht in ihrer neuen Tätigkeit nun eine große Herausforderung.

Das Aufgabenfeld der 49-jährigen Nordenhamerin ist umfangreich. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für Menschen, die sich an die Hospizhilfe wenden. Darüber hinaus koordiniert und dokumentiert Waltraud Tode den Einsatz der ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter, organisiert oder leitet Weiterbildungen und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Zwar wenden sich immer mehr Menschen an die Hospizhilfe. Zugleich sei aber vielfach die Angst groß vor diesem Schritt, weiß die 2. Vorsitzende Margret Schmidt, die ebenfalls als Begleiterin von Sterbenden tätig ist und ehrenamtlich bislang auch als Koordinatorin tätig war.
Waltraud Tode ist gelernte Krankenschwester, hat in Kliniken sowie in der Pflegedienstleitung verschiedener Einrichtungen gearbeitet. Bei der Hospizhilfe ist sie seit 2005 Mitglied und hatte damals auch eine Ausbildung zur Hospizbegleiterin absolviert. Jetzt sollen weitere Kurse und Seminare folgen. Der Verein geht davon aus, dass sich die Stelle der Koordinatorin über Zuschüsse der Krankenkassen finanzieren lässt. Das lässt ein neues Gesetz zu.
Hospizarbeit etablierte sich bereits 1993 in Nordenham, Butjadingen und Stadland. Seit Oktober 1998 existiert der Verein Hospizhilfe Nordenham.
Rund um die Uhr erreichbar
Die 15 ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleiter sind sorgfältig ausgebildet. Sie mussten ein 100 Stunden umfassendes Seminar absolvieren, ehe sie ihre Tätigkeit aufnehmen konnten. Vier Mal im Jahr finden sogenannte Supervisionen statt. Dabei können die Hospizbegleiter sich mit einer Psychologin unterhalten – die einzige Möglichkeit über ihre eigenen Erlebnisse bei der Begleitung Sterbender zu reden. Ansonsten unterliegt die Hospizarbeit der Schweigepflicht. Eine wesentliche Aufgabe der Begleiter besteht darin, mit Sterbenden und Trauernden zu reden oder auch einfach nur zuzuhören. Die Hospizhilfe ist telefonisch rund um die Uhr erreichbar.
Weitere Informationen zur Hospizhilfe Nordenham auf der Internetseite www.hospizhilfenordenham.de.
Copyright: Kreiszeitung Wesermarsch, 22.09.2009






