Kinderspielplätze werden erneuert
Die Vogelnest-Schaukel ist der Renner
Stadt setzt auf punktuelle Rundumerneuerungen – 45 Anlagen auf 50 000 Quadratmetern
42200 Euro stehen jährlich für Neuanschaffungen zur Verfügung. Ziel ist, in jedem Stadtteil mindestens einen besonders attraktiven Spielplatz zu schaffen.
von Jens Milde
NORDENHAM - Uwe Franke hat einen geübten Blick dafür, welche Spielgeräte bei den Kindern gut angekommen und welche nicht. Am Zustand der Grasnarbe kann er erkennen, wo sich besonders viele Kinder aufhalten. Die Vogelnest-Schaukel ist der Renner unter den Spielgeräten. Aber auch der Wackelhahn steht in der Beliebtheitsskala noch immer weit vorne. Uwe Franke ist bei der Stadt Nordenham unter anderem dafür zuständig, neue Geräte für die städtischen Spielplätze zu beschaffen.
Insgesamt 45 Spielplätze sind über die Stadtteile verteilt. Sie nehmen eine Fläche von 50 000 Quadratmetern ein. Für Neuanschaffungen hat das Amt für Bildung und Freizeit 42 200 Euro im Jahr zur Verfügung. In der Vergangenheit ist die Stadt bei der Erneuerung nach dem Gießkannen-Prinzip vorgegangen. „Nun sind wir dazu übergegangen, punktuell einzelne Spielplätze komplett zu erneuern“, sagt Uwe Franke. Das bedeutet, dass auf anderen Spielplätzen zunächst nur das Nötigste getan wird. Nach den Worten von Uwe Franke ist das Ziel dieses gebündelten Einsatzes von Mitteln, dass jeder Stadtteil mindestens einen besonders attraktiven Spielplatz hat.
In den vergangenen drei Jahren haben fünf Spielplätze eine Rundumerneuerung erhalten: die Plätze Am Butjenter in Abbehausen, an der Memmertstraße in Einswarden, am Hohen Weg in FAH sowie an der Ilsestraße und an der Connemannstraße im Stadtzentrum.
Vorgaben einhalten
Die Planung der Spielplätze findet in enger Abstimmung mit dem städtischen Mitarbeiter Harald Unland statt. Außerdem hat der Bauhof eine geschulte Fachkraft in seinen Reihen. Bei der Planung und bei der Realisierung müssen viele Vorgaben eingehalten werden. Da geht es um Sicherheitsabstände zwischen den Geräten, um den Untergrund, das richtige Material, um die Fundamente und um viele kleine Details: Rutschflächen zum Beispiel sollten niemals nach Süden ausgerichtet werden. „Bei starker Sonneneinstrahlung könnte man Spiegeleier darauf braten“, sagt Uwe Franke. Wenn Kinder kurze Hosen anhaben, hält sich der Spaßfaktor in Grenzen. „Wir versuchen zudem, die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen.“
Bei der Erneuerung von Spielplätzen achtet Uwe Franke darauf, wie viele Kinder im entsprechenden Alter im Einzugsbereich wohnen. Die entsprechenden Daten besorgt er sich beim Einwohnermeldeamt. Auf diese Weise kann er sicherstellen, dass das Geld für Neuanschaffungen an den richtigen Stellen investiert wird.
Regelmäßige Kontrollen
Die Geräte werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Sicherheit überprüft. Und natürlich müssen die 50 000 Quadratmeter Spielplatzfläche regelmäßig gepflegt werden. Der Unterhaltungsaufwand liegt bei 173 000 Euro im Jahr.
Die Spielplätze sind ein Angebot für Kinder bis zu zwölf Jahren. Gelegentlich werden sie aber auch von Jugendlichen als Treffpunkte genutzt. Hin und wieder komme es zu mutwilligen Zerstörungen. Natürlich sieht es Uwe Franke auch nicht gerne, wenn Glasscherben hinterlassen werden. „Aber dieses Problem hält sich momentan in Grenzen“, sagt er.
Copyright: Nordwest Zeitung, 09.09.2009






