Hauptpreis für Kultur-Campus

Hauptpreis für Kultur-Campus

Architektur Pläne für Zusammenführung von Museum und Kunstverein

Die Stadt hatte an der Fachhochschule Lübeck einen Wettbewerb ausgeschrieben. Eine neue Kunsthalle soll entstehen.

Von Norbert Hartfil

 Die Studenten Patrick Pabst und Sebastian Minck freuen sich mit Bürgermeister Hans Francksen und Dezernent Peter Kania (v. l.) über die Prämierung.Nordenham - Die Lage am Marktplatz und das stilvolle Ambiente in dem historischen Bauwerk haben zweifellos ihre Reize. Aber so richtig glücklich ist der Kunstverein mit seinem Domizil im Erdgeschoss des Alten Rathauses nicht. Zum einen ist der Raum zu klein, und zum anderen schränken die großen Fensterfronten die Ausstellungsmöglichkeiten ein. Außerdem mangelt es an Lagerflächen für Gemälde und andere Kunstwerke. Vor diesem Hintergrund kommen der Vorsitzenden Gesine Lohse die Überlegungen der Stadt durchaus entgegen, für den Kunstverein neue Räumlichkeiten zu schaffen. Von dieser Lösung würde auch die Gemeinnützige Nordenhamer Siedlungsgesellschaft (GNSG) profitieren, die in den oberen Stockwerken des Alten Rathauses untergebracht ist und schon lange ein Auge auf das Erdgeschoss geworfen hat.

19 Entwürfe eingereicht

Angedacht ist ein Anbau an das Nordenham-Museum. Wie die architektonische Wiedervereinigung von Kunstverein und Museum, die sich bis vor einigen Jahren das frühere Südschulgebäude an der Schulstraße geteilt hatten, aussehen könnte, haben Architekturstudenten der Fachhochschule Lübeck in einem Wettbewerb aufgezeigt. Unter der Leitung der Professorin Renate Abelmann beteiligten sich 31 Master-Anwärter daran. Die Bewertung der 19 eingereichten Entwürfe stellte die Jury, in der Nordenham durch den Museumsleiter Dr. Timothy Saunders und den Dezernenten für Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, Peter Kania, vertreten war, vor eine schwierige Aufgabe.

"Es waren viele sehr gute Arbeiten dabei", sagte Renate Abelmann. Für die Studenten sei das sechswöchige Projekt eine willkommene Gelegenheit gewesen, sich mit einem realen Auftrag auseinander zu setzen

Dass die jungen Architekten mit hoher Motivation bei der Sache waren, belegen die interessanten, gut durchdachten und teils auch mutig-frechen Konzepte. Die Vorgabe der Stadt lautete, einen etwa 150 m² großen Ausstellungsraum so an das markante Solitärgebäude anzudocken, dass für Kunstverein und Museum ein gemeinsamer Eingangsbereich entsteht. Zudem soll mit dem Anbau das gesamte Erscheinungsbild des Museumsumfeldes an der Schulstraße aufgewertet werden. Dieses städtebauliche Ziel ist auch Bestandteil des Rahmenplans für die City-Süd-Sanierung (die NWZ berichtete). Daher hofft die Stadt bei einer möglichen Umsetzung des Anbauprojekts auf Zuschüsse aus der Städtebauförderung von Bund und Land.

"Wir wollen das Museumsgelände aus dem Dornröschenschlaf wecken", sagte Bürgermeister Hans Francksen am Dienstag bei der Prämierung der Entwürfe. Den ersten Preis (500 Euro) gewannen Sebastian Minck und Patrick Pabst.

So stellen sich die Preisträger des Architekturwettbewerbes den Anbau des Kunstvereins am Museum vor.

Schlicht und defensiv

Die entscheidenden Pluspunkte landete der Siegerentwurf mit einer bewusst schlicht und defensiv gehaltenen Architektur des Anbaus. Sebastian Minck und Patrick Pabst setzen die Kunstvereinshalle mit einem respektvollen Abstand von etwa fünf Metern an die Westseite des Museumsgebäudes, das dadurch in seiner besonderen Bedeutung betont wird.

In dem Neubau befindet sich ein gemeinsames Foyer, das mit einem gläsernen Verbindungsgang an das Museum angeschlossen ist. Der Ausstellungsraum hat keine Fenster, um eine bestmögliche Präsentation der Bilder mit Kunstlicht zu gewährleisten. Verkleidet ist der etwa 4,50 Meter hohe Flachbau mit einer Fassade aus eloxiertem Aluminium Aus dem gleichen Material bestehen die Sitzgelegenheiten auf dem Vorplatz. Das gesamte Ambiente bezeichnen die beiden Architekten als "Kultur-Campus".

Copyright by Nordwest Zeitung, 13.05.2009

Kinoprogramm

Kinoprogramm vom 10.05. - 16.05.1012

Wetter heute

BewölktBewölktoC
Luftfeuchtigkeit: 76 %
Wind: W mit 26 km/h

Ehrenamtskarte

Mein Nordenham - Das Nachbarschaftsportal der Nordwest Zeitung

KuNo Veranstaltungen

 

KuNo

Veranstaltungskalender 1. Halbjahr 2012

der Stadthalle Friedeburg und der Jahnhalle.

Sitelinks: